Hier erfahren Sie alles, was Sie in der Corona-Krise wissen und beachten sollten.

Aktuelle Informationen, Checklisten, Webinare und Anleitungen für ein erfolgreiches Krisenmanagement finden sie auf diesen Webseiten.

Die 9 wichtigsten Punkte für Unternehmen und wirtschaftlich Selbstständige, die unbedingt beachten werden sollten.

 

  1. Der Krisenzeitraum
  2. Der Betrieb
  3. Das Personal
  4. Die Liquidität
  5. Das Finanzmanagement
  6. Steuern u. Krankenkassen
  7.  Ihre Vertragspartner
  8. Neustart ("Plan B") Worst Case Szenario
  9. Haftung

 

1. Der Krisenzeitraum

Ich empfehle, von einem Krisenzeitraum bis zunächst Ende Mai 2020 auszugehen. Neubeginn wäre dann der 01.06.2020.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden in den meisten Fällen länger andauernBeschäftigen Sie sich jetzt schon mit geeigneten Marketing-Maßnahmen und nutzen Sie den Zeitraum generell für Geschäftsideen.

 

Die Krise wird eine Marktbereinigung auslösen. Firmen und Personen, die sich schon vor der Coronakrise in einer Unternehmenskrise befanden, werden vermutlich in Insolvenz gehen müssen. 


2. Der Betrieb

Fahren Sie den Betrieb runter. Reduzieren Sie Ihre Kosten, um Ihre Liquidität zu erhalten. Dann bleiben zunächst nur die Fixkosten.

 Diese Zeit könnten Sie nutzen, um Ihre Marktpräsenz zu stärken. Arbeiten Sie aktiv an Ihrem Internetauftritt und an sonstigen Marketingprogrammen


3. Das Personal

Schicken Sie das Personal in Kurzarbeit. Von Kündigungen würde ich absehen, weil Sie nach der Pandemie mit dem Personal bestimmt weiterarbeiten möchten. Sie ersparen sich zudem Einarbeitungsaufwand. Bedenken Sie, es bestand schon vor der Krise in vielen Branchen ein Fachkräftemangel. Starke Firmen werden die Chance nutzen Ihr Personal aufzustocken. 


4. Die Liquidität

Liquiditätssicherung ist das Gebot der Stunde. Sichern und bauen Sie Ihre Bargeldbestände aus.

 

Erstellen Sie eine Liquiditätsplanung! Wie eine Liquiditätsplanung funktioniert, erklären wir Ihnen später!

Verfolgen

Sie die aktuellen Nachrichten über staatliche Unterstützungen.

Momentan starten der Bund und verschiedene verschiedene Bundesländer über ihre Aufbaubanken Programme für Soforthilfe zur Schaffung von Liquidität.

 

Die Förderungen der KfW werden über die Hausbanken abgewickelt. 

Als weiteres Finanzierungsinstrument kommen staatliche Bürgschaften in Betracht.

 

Ich empfehle, einen gewissen Bargeldbestand (Einzelfall) vorzuhalten.

 

Hinweis: Holen Sie keine Liquidität aus Ihrem persönlichen oder geschäftlichen Umfeld. Belasten Sie keine Immobilien, die Dritten gehören. Das alles könnte gegebenenfalls Potential für einen Neustart sein.


5. Das Finanzmanagement

Zahlen Sie momentan vorrangig die Grundversorger (Strom, Wasser, Gas, Versicherung, Internet). Die Kosten halten sich in aller Regel in Grenzen.

 

Melden Sie z.B. teure Fahrzeuge vorübergehend ab. Vereinbaren Sie mit Lieferanten usw. Zahlungsaussetzungen.


6. Die Steuern und Krankenkassen

Bei fälligen Steuern bitte zinslose Stundung bei Ihrem zuständigen Finanzamt beantragen. Bei Vorauszahlungen Antrag auf Herabsetzung beantragen.

 

Das gleiche gilt für die Krankenkassen.


7. Ihre Vertragspartner

Wichtige Vertragspartner sind Vermieter, Leasinggeber, Banken, Lieferanten.

  

Machen Sie ein Rundschreiben und bitten um Zahlungsaussetzung bzw. Ratenstundung. Begründen Sie den Zahlungsrückstand mit Umsatzausfällen infolge Corona. Warten Sie die Reaktionen ab. So hinterlassen Sie bei Ihren Vertragspartnern einen guten Eindruck. Nach der Krise wird Ihnen Ihr Lieferant bei Zahlungsverzug keine Vorwürfe machen. 


8. Der Neustart ("Plan B") Worst Case Szenario

Als "Plan B" gibt es immer die Option eines Neustarts mit einem neuen Unternehmen.

Wenn Sie rechtzeitig bemerken, dass Sie ihre Firma oder Selbstständigkeit nicht retten können, so sollten sie sich rechtzeitig bezüglich einer Insolvenz beraten lassen.

So können Sie sich dann auf einen Neuanfang konzentrieren.

Es ist damit zu rechnen, dass der Staat ein Milliardenprogramm zur Ankurbelung der Konjunktur ausgibt.

 

Ihr immaterielles Kapital ist dann bereits vorhanden: das know how Ihrer Branche, der gute Ruf Ihres Unternehmens usw..

9. Die Haftung

Grundsätzlich befinden wir uns in der Corona-Epidemie nicht in einem rechtslosen Zustand.

 Aber es wird z.B. die Insolvenzantragsfrist von 3 Wochen (§ 15 a InsO) bis zunächst 30.09.2020 ausgesetzt.

Diese Frist kann durch Rechtsverordnung bis zum 31.03.2021 verlängert werden

 

Das deutsche zivilrechtliche Haftungsrecht setzt grundsätzlich Verschulden voraus. Die Corona-Epidemie ist aber höhere Ge­walt.